REGBY-Rugby integriert

Unsere Initiative heißt „REGBY - Rugby integriert“. REGBY besteht aus den beiden Wörtern Refugee (engl. für Flüchtling) und Rugby (engl. Sportart).

Wir bieten den in Heusenstamm lebenden Flüchtlingen den Rugbysport an und vermitteln auch seine Werte (Gentlemansport).

Der Rugby Klub Heusenstamm (RKH) ist mit 310 einer der größten Rugby-Vereine im Rhein-Main-Gebiet. Gegründet im Jahre 1979 zeichnen er und seine Mitglieder sich seit Jahren durch intensive Jugendarbeit und -förderung aus.

Die erste Mannschaft spielt seit der Saison 2005/2006 durchgängig in der ersten Rugby-Bundesliga, die zweite Mannschaft in der hessischen Regionalliga. Drei Spieler des Vereins hatten im Sommer die Chance, sich zusammen mit der deutschen Rugby-Nationalmannschaft für die Olympiade in Rio de Janeiro zu qualifizieren.

Das Trainingsgelände am Sport- und Kulturzentrum Martinsee in Heusenstamm ist neben seiner Funktion als Trainingsanlage seit letztem Jahr auch zu einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge geworden.

So kam es, dass der 17-jährige Sunny, der 20-jährige Popal und der 21-jährige Abdul aus Afghanistan auf dem Rugbysport aufmerksam wurden.

Da alle drei ohne Hab und Gut, geschweige denn einer passenden Sportausrüstung in Deutschland ankamen, wurden kurzerhand die Vereinsmitglieder um Spenden gebeten und so konnten die drei „Neuen“ binnen einer Woche komplett mit allem ausgestattet werden, was man für den Kampf um das Oval benötigt.

Auch eine beitragsfreie Mitgliedschaft wurde den dreien ermöglicht, so dass hier auch versicherungstechnisch keine Risiken mehr bestanden.

Der 17-jährige Sunny konnte schon im Frühjahr sein erstes Spiel für die U18-Mannschaft des RKH bestreiten, die beiden Volljährigen, Popal und Abdul, mussten aufgrund eines Spielverlegung noch bis zum 22.05. warten und durften dann für die zweite Garde des RKH auflaufen.

Bemerkenswert ist, wie gut sich alle drei in die Gemeinschaft des Vereins integriert haben, so haben sie neben dem durchaus anspruchsvollen Rugby-Regelwerk auch erkennbare Fortschritte im Verstehen und Anwenden der deutschen und auch englischen Sprache (aufgrund englischsprachiger Mitspieler werden die Trainingseinheiten oft in englischer Sprache abgehalten) gemacht.

Auch im Vereinsleben engagieren sich die drei, da sie auch ein entsprechend positives Feedback der anderen Mitspieler erhalten – sie helfen bei Festen und dem Auf- und Abbau vor und nach den Spielen und bringen sich auch sonst im Rahmen ihrer Möglichkeiten in das Vereinsleben ein.

Um Sunny, Popal und Abdul und vielleicht auch noch weitere sportbegeisterten Immigranten in der Zukunft unterstützen zu können, hat der Rugby-Klub Heusenstamm das Projekt „Rugby Integriert“ ins Leben gerufen, um auch so gezielt weitere Flüchtlinge von dem Teamsport Rugby zu begeistern.

Weitere Links:

http://www.blog-g.de/grindels-sauberes-tackling-gegen-gauland/